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Ernährungsprojekt für Schwangere

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„Als ich in die Klinik kam, war ich sehr schwach und meine Füsse waren geschwollen. Aber jetzt hat sich Alles geändert. Eines Tages besuchte mich mein Mann und war überrascht als er mich sah. Ich bin nun dicker und gesund. All dies nur dank dem Ernährungsprogramm, von welchem wir Maismehl und Gemüse bekommen. Für die Frauen die nach mir kommen, bitte ich mit diesem Projekt weiterzumachen.“

--Latima Bulainati, Chigolo Village.

 

Eine sichere Geburt in einer Klinik ist ein wichtiger Schritt um die Kindersterblichkeitsrate zu senken und das Leben der Kinder und der Familien im Zuständigkeitsgebiet des Gesundheitszentrums in Lifuwu zu verbessern. Unglücklicherweise gibt es viele logistische und kulturelle Hindernisse um in der Klinik zu gebären und fast die Hälfte aller Kinder in Malawi kommen Zuhause zur Welt. Die Müttersterblichkeitsrate in Malawi ist eine der höchste auf der Welt

(574 Totgeburten in 100‘000) begleitet von einer genauso hohen Neugeborenen Sterblichkeitsrate (29 Totgeburten in 1000). Vieler dieser Tode könnten verhindert werden, wenn in der Klinik geboren werden würde, so stellt sich die Frage: Was können wir tun um die Geburt in der Klinik attraktiver zu machen?

Die Kliniken in Malawi sind für die PatientenInnen schwer zu erreichen und stellen keine Mahlzeiten während des Aufenthaltes zu Verfügung, nicht so wie in Krankenhäusern in westlichen Ländern. Nur die allerwichtigste Unterstützung kann von den ohnehin oftmals überarbeiteten Krankenschwestern gewährleistet werden, da diese den Fokus vor allem auf die Geburtsvorbereitungen und die Geburt an sich legen. Die Patienten, so auch die schwangeren Frauen, müssen ihr Essen, alle Kochutensilien, sämtliche Toilettenartikel, Behandlungsmaterialien, die die Klinik für den Aufenthalt benötigt wie Abdeckfolien und Becken, sowie eine Person die sie pflegen kann, selbst mitbringen. All diese Herausforderungen führen dazu, dass viele Frauen zuhause gebären.

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Das Lifuwu Gesundheitszentrum hat mit der Hilfe von Help2kids ein Garten mit frischem Gemüse angebaut und sorgt für genügend Maismehl (dieses wird für die Zubereitung von Nsima, dem Grundnahrungsmittel in Malawi, benötigt) für zwei Mahlzeiten pro Tag für die werdenden Mütter. Der Kauf des Mais und dem Mahlen des Mais in der hier im Ort ansässigen Müllerei unterstützt zusätzlich auch die Wirtschaft des Dorfes. Seit der Umsetzung des Ernährungsprojekt im Juli 2015, ist die Zahlt der Frauen, die sich dafür entscheiden in der Klinik zu gebären, beträchtlich angestiegen. Das Projekt gewann die Aufmerksamkeit von Lokalen und Nationalen Organisationen. Mit unserer Unterstützung für die Frauen, die logistischen und finanziellen Hindernisse zu bewältigen, verschaffen wir dem Klinikpersonal mehr Zeit um sich individueller um die Patientinnen zu kümmern. Während der Gemüsegarten mit wenigen Finanziellen Mitteln geführt werden kann, werden für das Maismehl Spendengelder benötigt. Um dieses Projekt fortzuführen und weiteren Frauen die Möglichkeit einer sicheren Geburt zu bieten, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die Rolle der Freiwilligen:

Hochschwanger, weit weg von Zuhause, ohne die Familie um sich und ohne Beschäftigung, kann das Leben für die Frauen, die auf die Geburt ihres Babys warten, ganz schön langweilig werden. Die Freiwilligen sind jeder Zeit willkommen die Schwangeren zu besuchen, mit ihnen zu puzzeln oder andere Aktivitäten zu unternehmen. Sie freuen sich über jeden Besuch und Ablenkung.

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Quellen:

  1. UNICEF Malawi. (2006). The Situation of Women and Children.  Retrieved 6 November 2015 from http://www.unicef.org/malawi/children.html.
  2.  USAID.  (2015). USAID Malawi Maternal, Neonatal and Child Health Fact Sheet.  Retrieved 6 November 2015 from https://www.usaid.gov/malawi/fact-sheets/usaid-malawi-maternal-neonatal-and-child-health-fact-sheet-2012-13.