Blog Tansania

Another Week For Desiree (Deutsch)

24.03.2011

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Hier ist nochmal Desiree. Nachdem mich Frank darum gebeten hat, nochmals den Blog in Deutsch und Englisch zu schreiben, melde ich mich wieder, um die „News der Woche“ zu berichten Es liegt wieder mal eine schöne und aufregende Woche hinter uns, in der nochmal so einiges passiert ist.

Zuerst beginne ich mal mit der besten Neuigkeit: Am Samstag sind noch weitere zwei Kinder hier eingezogen! Während der Woche haben wir schon die Mitteilung von „Friends of Don Bosco“, das Waisenhaus mit dem wir hier kooperieren, erhalten, dass sie neue Kinder bekommen würden, diese aber leider nicht mangels Platz aufnehmen könnten. Für help2kids war es überhaupt keine Frage und es war von Anfang an klar, dass wir die Kinder gerne nehmen würden. So können jetzt (eine weitere) Happiness und der kleine 4-jährige William das wunderbare help2kids Haus als ihr neues zu Hause bezeichnen. Die anderen Kinder empfingen sie sehr herzlich und freundlich und wir verbrachten alle den gesamten Samstag gemeinsam, spielten, sangen und tanzten (natürlich) zu Shakira’s „waka waka“, dem Lieblingslied der Kinder.

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Wir hatten wirklich ein fantastisches und freudiges Wochenende hier. Wir haben die Kinder richtig verwöhnt! Christian brachte viele Spielsachen für die Kinder, die sie natürlich sofort freudestrahlend ausprobierten! Es war ein fabelhafter Empfang für die neuen Kinder! Die Mädchen liebten es, mit dem Hula- Hup zu spielen und die Jungs waren von dem neuen Tennis-Spiel begeistert.

Neben all den anderen Spielsachen und Aktivitäten hatten wir am Sonntag ein weiteres Highlight hier. Cassie und Christian kauften eine Art Wasserrutsche und die Kinder waren außer sich vor Freude! Sie konnten von dem Wasser nicht genug bekommen! Sie waren so glücklich und die Atmosphäre hier war einfach nur toll und ausgelassen!

Nachdem wir schon seit Wochen auf der Suche nach einer neuen Tafel sind haben wir es endlich diese Woche geschafft einen Schreiner zu finden, der ein neue für uns baut. Und das Beste ist: nur zwei Tage später war die Tafel fertig! Einfach genial, jetzt steht dem Nachmittagsunterricht nichts mehr im Wege!

Ich habe schon drei verschiedene Gruppen gebildet, um gute Lernbedingungen für jedes Kind zu schaffen. Der Englisch-Unterricht richtet sich je nach Alter und Vorkenntnissen der Kinder aus. Die jüngsten Kinder sind die “Schildkröten”, die Älteren “die Giraffen” und die Ältesten sind (natürlich) die “Löwen” Hier auf den Bildern haben die Kinder ihre Gruppenkarten für den Nachmittagsunterricht ausgemalt.

Aber es ist sehr auffallend wie sehr sich die Kinder für die englische Sprache interessieren. Wir haben begonnen Englisch mit ihnen zu reden und überraschenderweise haben sie angefangen in Englisch zu antworten. Ich habe den Eindruck, dass die Kinder Spaß haben, wenn sie es sprechen….. so fragte mich Dori zum Beispiel mit einem breiten Lächeln mehrere Mal an diesem Morgen “How are you teacher?”

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In dieser Woche hatte ich außerdem meine ersten Erfahrungen “on the road”…. Zum ersten Mal bin ich hier in Tansania Auto gefahren und ich muss sagen, es ist nicht so schwer wie ich dachte. Ok, ich meine, ich hatte einige Startprobleme und ich habe öfters mal den Scheibenwischer mit dem Blinker verwechselt, aber im Großen und Ganzen war es ok Vielleicht half es ein bisschen, dass ich bereits in Südafrika im Linksverkehr gefahren bin . Aber eigentlich ist es hier sogar einfacher zu fahren, weil es fast keine Regeln gibt. Ich meine zum Beispiel: es gibt zwar Ampeln, aber niemand beachtet sie wirklich nach dem Motto: „Einfach mal drauf los fahren“

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Da wir jetzt 18 Kinder haben, ist unser Auto nun definitiv „ein wenig“ zu klein, um alle Kinder zur Schule zu fahren. Deshalb haben wir diese Woche begonnen, mit den Kindern zur Schule zu laufen. Da sie es nicht gewöhnt waren zu gehen, haben sie sich am Anfang natürlich erst mal beschwert. Nema war sehr lustig. Als sie hörte, dass es nicht genug Platz für alle Kinder im Auto gibt, hat sie vorschlagen, dass wir ein Taxi und ein Bajaji anrufen sollen, um sie abzuholen :-D. Aber schon am 2. Tag waren die Kinder sehr glücklich und lief sogar auf uns zu und trafen uns auf halbem Weg. Ich denke es ist sehr gut, dass die Kinder nun zu Fuß gehen müssen. So haben sie ihre tägliche Bewegung und können sich auf diese Art von der Schule“ erholen“.

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Leider gibt es nicht nur Gutes zu berichten. Die eigentlich “immune” Cassie, die nie Malaria während alle ihrer Auslandsaufenthalte hatte, hat es nun doch getroffen. Pole sana (Suaheli für “Es tut mir leid”) Cassie, wir hoffen alle, dass du bald wieder fit bist! Wir brauchen dich alle hier !

Ich finde es wirklich toll, dass ich eine der ersten Volunteers hier bin, da ich im Moment in vielen Bereichen helfen und verschiedene Sachen mit aufbauen kann. Ich bekomme einen guten Einblick in all die verschiedenen Aufgabenbereiche, die erfüllt werden müssen und sehe die alltäglichen Probleme, die tagtäglich auf einen zukommen, wenn man in einem Land wie Tansania ein Waisenhaus aufbaut.

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Ich finde es wirklich toll, dass ich eine der ersten Volunteers hier bin, da ich im Moment in vielen Bereichen helfen und verschiedene Sachen mit aufbauen kann. Ich bekomme einen guten Einblick in all die verschiedenen Aufgabenbereiche, die erfüllt werden müssen und sehe die alltäglichen Probleme, die tagtäglich auf einen zukommen, wenn man in einem Land wie Tansania ein Waisenhaus aufbaut.

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Also in dieser Woche hatte ich z.B. die Gelegenheit zusammen mit Christian auf Wohnungssuche zu gehen 😉 Wir brauchen ein zusätzliches “Volunteer-Haus”, da bald Cassie’s persönliche Assistentin Francesca und eine weitere deutsche Volunteer kommen werden, sodass der Raum im Waisenhaus nicht mehr ausreichen wird.

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Des Weiteren ging ich diese Woche zusammen mit Mama Leah und Patrik auf den Markt in Kawe Lebensmittel für die ganze Woche und die benötigten Schulmaterialien für Happy und William einkaufen, da sich Cassie ganz und gar nicht gut fühlte. Vielen Dank, Cassie, dass du mir all die Verantwortung übertragen hast. Hat wirklich Spass gemacht!

Zum Schluss möchte ich noch meinen Eltern Manfred und Isolde für die Spende des Teppichs danken! Sieht nun unser Klassenzimmer nicht toll aus? Der Teppich ist nicht nur hilfreich für die Nachmittagsstunden (bisher haben wir noch keine Stühle und Bänke im Klassenraum), sondern auch gleichzeitig ein tolles Spielzeug für die Kinder, da er eine Formel 1-Rennstrecke zeigt Die Kinder werden ihn lieben!

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Desiree Schneider (Germany)
Volunteer help2kids